Nur wenige Uhrenmarken können mit dem Erfindergeist von Breitling mithalten, eine Eigenschaft, die das Unternehmen mit seiner Kampagne „140 Years of Firsts“ hervorheben möchte. Die 1884 gegründete Schweizer Marke mit Hauptsitz in Grenchen hat gerade eine Reihe neuer Modelle vorgestellt, darunter die Breitling Navitimer 41 und die Breitling Cosmonaute B12, eine limitierte Uhr mit einem bezaubernden grünen Zifferblatt. Angus Davies stellt Einzelheiten zu diesen neuen Modellen vor und blickt auch auf einige der vielen „Premieren“ des Unternehmens zurück.

Der 1884 gegründete Name Breitling ist Legionen von Uhrenliebhabern, Piloten, Sportbegeisterten und engagierten Modefans ein Begriff. Das Produktportfolio umfasst Herren- und Damenmodelle, die eine Reihe von Komplikationen beinhalten und in verschiedenen Gehäusegrößen untergebracht sind. In Anlehnung an die vier Elemente des Empedokles: Feuer, Luft, Wasser und Erde, konzentrieren sich Breitlings Kollektionen auf „Luft-, Land- und Seeaktivitäten“.

Breitling 140 Years of Firsts – eine Reihe neuer Referenzen
In diesem Jahr feiert das Schweizer Maison anlässlich seines 140-jährigen Jubiläums die vielen bahnbrechenden Ereignisse, die seine Geschichte prägen. Unter dem Motto „140 Years of Firsts“ scheint Breitling bereit zu sein, eine Reihe neuer Referenzen vorzustellen, die eine Hommage an die Vergangenheit darstellen und gleichzeitig der Zukunft gerecht werden.

Breitlings Kreativität und Erfindungsreichtum, insbesondere im Bereich der Chronographen, sind außergewöhnlich. Beispielsweise patentierte Gaston Breitling „den ersten unabhängigen Chronographendrücker bei 2 Uhr auf einem der allerersten getragenen Chronographen, die jemals hergestellt wurden“ (1915). Nur acht Jahre später (1923) verbesserte Gaston den Chronographen, indem er die Start- und Stoppfunktionen von der Nullstellung trennte. Willy Breitling übernahm daraufhin im Jahr 1932 das Familienunternehmen und führte den innovativen Ethos des Unternehmens fort, indem er weitere „Neuheiten“ konzipierte.

Breitling B70 Orbiter 25-jährige Jubiläumsausgabe
Bereits 1999 begaben sich die Ballonfahrer Bertrand Piccard und Brian Jones auf die Mission, in einem Ballon nonstop den Globus zu umrunden. Die Männer beendeten ihre Mission an Bord des Breitling Orbiter 3, einem gigantischen Ballon mit einer Höhe von etwa 180 Fuß, der alle Rekorde brach und alle Erwartungen übertraf.

Beide Männer trugen eine Breitling Emergency-Uhr, ein geniales Modell, das bei unerschrockenen Typen beliebt ist. Ausgestattet mit einem eingebauten Mikrosender kann die Breitling Emergency ein Notsignal senden und so Rettungskräften bei Bedarf helfen, ihren Träger zu lokalisieren.

Vor ein paar Tagen brachte Breitling im Rahmen seiner Kampagne „140 Years of Firsts“ die Aerospace B70 Orbiter auf den Markt, „auf den Tag genau 25 Jahre nach der historischen Landung der Breitling Orbiter 3“. Die neue Breitling B70 Orbiter 25th Anniversary Edition hat den gleichen Durchmesser wie die Emergency (43 mm), ist aber schlanker (12,95 mm) und somit tragbarer. Auch wenn der Mikrosender der Emergency fehlt, ist das neue Modell zum 25-jährigen Jubiläum mit seinem markanten orangefarbenen Zifferblatt vollgepackt mit Funktionen.

Breitling Navitimer Chronograph (1952)
Neben der Herstellung von Uhren und Taschenuhren war Breitling in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch für die Herstellung von Automobilen und Luftfahrtinstrumenten verantwortlich. Beispielsweise produzierte Breitling 1931 die erste Borduhr für die Luftfahrt. Darüber hinaus lieferte Breitling in den 30er-Jahren unter anderem Bordinstrumente an die britische Royal Air Force. Die Verbindungen des Schweizer Unternehmens zur zivilen und militärischen Luftfahrt bestehen bis heute fort.

Im Jahr 1952 schuf Breitling auf Anfrage der US Aircraft Owners and Pilots Association (AOPA) die erste „All-Black“-Navitimer. Die Uhr vereinte einen Chronographen mit einem Rechenschieber und schuf so einen mechanischen Computer in einem Zeitalter vor Mikroprozessoren. Tatsächlich war der Navitimer damals dank seines kreisförmigen Rechenschiebers in der Lage, „alle für einen Flugplan erforderlichen Berechnungen durchzuführen“, z. B. den Treibstoffverbrauch.

Breitling Navitimer Chronograph (2022)
70 Jahre später stellte Breitling, eindeutig eine marketingbewusste Marke, im Jahr 2022 eine aktualisierte Navitimer-Kollektion vor, die neben einigen traditionellen Farben auch eine Reihe lebendiger Farbtöne umfasst. Die neuen Navitimer wurden in den Gehäusegrößen 41, 43 und 46 mm mit einer Auswahl an Armbändern angeboten.

Im Rahmen der Änderungen im Jahr 2022 umfasste das Design des Navitimer eine Reihe subtiler Verbesserungen. So wurde beispielsweise der Rechenschieber flacher und das Saphirglas gewölbter, wodurch die Uhr weniger wuchtig wirkte. Auch die schwingende Masse wurde geringfügig dünner gemacht, was das Erscheinungsbild des Uhrwerks bei Betrachtung durch den Ausstellungsboden verbessert. Darüber hinaus wurde die ikonische gekerbte Lünette verfeinert, um abwechselnd gebürstete und polierte Oberflächen zu integrieren.

Frischer, klarer und einfach besser lesbar: Die kleinen Änderungen, die 2022 am Navitimer-Chronographen vorgenommen wurden, brachten Fortschritte und respektierten gleichzeitig das reiche Erbe des Modells. Die umfangreiche Chronographenkollektion ist immer noch ein echter Hingucker und gehört auch heute noch zum Produktportfolio der Marke.

Breitling Navitimer 41 – 140 Jahre Neuheiten
Passend zur Kampagne „140 Years of Firsts“ hat Breitling nun seine Aufmerksamkeit auf seine Navitimer ohne Chronographen gelenkt. In Anlehnung an den Ansatz von 2022 hat die Maison die Modelle Breitling Navitimer GMT und Automatic 41 aktualisiert und neue, auffällige Farbtöne sowie klassischere Farbtöne wie Silber und Schwarz hinzugefügt. Darüber hinaus wurde die verbesserte, gekerbte Lünette mit ihren abwechselnd gebürsteten und polierten Oberflächen, die erstmals im Jahr 2022 zu sehen war, nun auch für diese neuesten Referenzen übernommen.

Wieder einmal verwöhnt das Schweizer Unternehmen potenzielle Träger mit einer zusätzlichen Auswahl, darunter verschiedene Armbandoptionen sowie eine Auswahl an Gehäusevarianten aus Stahl und Gold. Alle Referenzen haben einen Durchmesser von 41 mm und verfügen über ein COSC-zertifiziertes Automatikwerk.

Breitling Cosmonaute B12 – die erste Schweizer Armbanduhr im Weltraum
Im Jahr 1962 wandte sich Scott Carpenter an Breitling, ein Astronaut, der die Breitling Navitimer bewunderte und eine maßgeschneiderte Uhr für den Einsatz im Weltraum wünschte. Die übliche Vorstellung von Tag und Nacht auf der Erde gilt nicht mehr, sobald sich ein Astronaut ins All wagt. Tatsächlich wird ein Astronaut während seiner Umlaufbahn um die Erde im Laufe von 12 Stunden mehrere Sonnenauf- und -untergänge beobachten.

Carpenter wollte eine Uhr mit einem 24-Stunden-Zifferblatt, um im Orbit Tag und Nacht zu unterscheiden. Letztlich lieferte die Marke mit Hauptsitz in Grenchen die individualisierte Navitimer, die sogenannte Cosmonaute. Carpenter trug die Uhr am 24. Mai 1962, als er Amerikas zweiten orbitalen Raumflug, die Mercury-Atlas 7-Mission, abschloss.

Obwohl John Glenn der erste Amerikaner war, der drei Erdumrundungen absolvierte, und Carpenter der zweite, werden die Namen beider Herren für immer in die Geschichte eingehen. Vor allem aber für Breitling, eine Marke mit Leidenschaft für Neuheiten, war Carpenter’s Cosmonaute die „erste Schweizer Armbanduhr im Weltraum“.

Breitling Cosmonaute B12 – 140 Jahre Neuheiten
Parallel zur Navitimer 41 wird die neue Breitling Navitimer B12 Chronograph 41 Cosmanaute Limited Edition auf den Markt gebracht, eine weitere Referenz, die anlässlich des 140-jährigen Jubiläums der Pioniere geschaffen wurde. In diesem Fall ist die Uhr mit einem eleganten grünen Zifferblatt ausgestattet und wird in einem edlen 18-Karat-Rotgoldgehäuse mit einem Durchmesser von 41 mm präsentiert.

Im Gegensatz zu Carpenters Handaufzugsuhr von 1962 ist diese neueste Kreation mit einem Automatikwerk, dem Breitling Manufakturkaliber B12, ausgestattet. Dieses moderne Uhrwerk strotzt nur so vor Raffinessen. Das vollständig integrierte Kaliber B12 kombiniert ein Säulenrad mit einer vertikalen Kupplung, die ein seidenweiches Drückergefühl vermittelt. Darüber hinaus beginnt der Sekundenzeiger des Chronographen bei Betätigung seine Bewegung ohne jegliches Stottern oder Zögern. Die Uhr ist Chronometer-zertifiziert (COSC), verfügt über eine Datumsanzeige und verfügt über eine beeindruckende Gangreserve von 70 Stunden. Die auf nur 250 Stück limitierte Uhr wird ausschließlich über die Online- und In-Store-Boutiquen von Breitling verkauft.

Schlußbemerkungen
Breitling gibt an, dass dieses Jahr im Rahmen seiner Kampagne „140 Years of Firsts“ „voller Veranstaltungen, Ausstellungen und Sondereinführungen“ sein wird. Den ersten Eindrücken zufolge verspricht 2024 ein bemerkenswertes Jahr für die Schweizer Marke und eine aufregende Zeit für ihre vielen Anhänger zu werden.

Breitling 140 Years of Firsts Uhrenrezension